Was ist ED?

Was genau eine erektile Dysfunktion und wie man sie behandeln?

Unter dem Begriff „erektile Dysfunktion“ versteht man, wenn ein Mann keine oder nur sehr schwer eine Erektion bekommen kann. Weltweit sind etwa 5-20% der männlichen Bevölkerung von diesem Problem betroffen. Unter den Betroffenen sind keineswegs nur ältere Männer oder Männer, die unter anderen schweren Krankheiten leiden, auch immer mehr junge, ansonsten gesunde Männer leiden unter Erektionsstörungen.

Es gibt viele Gründe dafür, dass Männer nicht mehr in der Lage sind, eine Erektion zu bekommen. Offensichtliche Ursachen können Krankheiten des Blutkreislaufs oder Erkrankungen der Nerven sein, die entweder den Blutfluss in den Penis verschlechtern oder auf eine andere Weise die körperlichen Funktionen, die es für eine Erektion braucht, behindern oder vollkommen blockieren.

Weite Ursachen für eine erektile Dysfunktion kann der Konsum von Alkohol oder anderen Drogen sein. Auch diese Mittel wirken sich direkt auf die Nerven, Durchblutung und Hormone des Körpers aus und können es erschweren bzw. verhindern, dass sich eine Erektion bilden kann. Auch ein übermäßiger Nikotinkonsum kann die Potenz von Männern schwächen.

Psychische Probleme können ebenfalls dazu führen, dass eine Erektionsstörung auftritt. Neben ernsthaften Erkrankungen der Psyche sind auch weitverbreitete Probleme wie Stress oder Depressionen häufige Gründe dafür, dass Männer nicht mehr in der Lage sind eine Erektion zu bekommen. Für viele, ansonsten gesunde Männer, spielt vor allem der mentale Aspekt eine Rolle. Ist man beispielsweise hohem Stress ausgesetzt und tut sich schwer, mit seiner Partnerin Sex haben zu können, kann das weiteren Druck aufbauen und den Mann weiter belasten, was wiederum den Stress, unter dem er ohnehin schon leidet, weiter verstärkt.

Aufgrund dieser Vielfalt an verschiedenen, unabhängigen Gründen für eine erektile Dysfunktion, gibt es verschiedene Behandlungsmethoden dafür. Ist man sich nicht sicher, woran es liegt, dass man unter einer Erektionsstörung leidet, empfiehlt es sich zunächst einen Arzt und gegebenenfalls einen Psychologen aufzusuchen. Basiert die Potenzstörung auf einer Erkrankung des Körpers, gilt es, sich zunächst auf die Behandlung und mögliche Heilung dieser Krankheit zu konzentrieren, da sich der Körper erst dann wieder mit den Prozessen zur Fortpflanzung (zu welchen auch die Bildung einer Erektion gehört) beschäftigen kann, wenn schwerwiegende Erkrankungen behandelt wurden.

Liegt keine ernsthafte Erkrankung am Herzen oder des Blutkreislaufes vor, kann man eine erektile Dysfunktion mit Potenzmitteln behandeln. Hierfür gilt es aber vorher mit einem Arzt abzuklären, dass keine Krankheiten vorliegen, welche die Gesundheit des Patienten in Kombination mit der Einnahme von Potenzmitteln verschlechtern. Selbst bei psychologischen Ursachen können Potenzmittel – nicht zuletzt aufgrund des Placebo-Effekts – erektilen Dysfunktionen entgegenwirken.

Sind alltägliche Problem ein Grund dafür, dass Erektionen ausbleiben, hilft die Umstellung des eigenen Lebensstils. Regelmäßige Bewegung und ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol, Nikotin und anderen Drogen sind in Kombination mit einer gesunden Ernährung oft genug, um Erektionsstörungen zu behandeln.

Potenzmittel, die in der EU bzw. in Deutschland und Österreich zugelassen sind, enthalten üblicherweise einen PDE5- Hemmer. Dieser Wirkstoff sorgt dafür, dass die Durchblutung im gesamten Körper und speziell im Penis gefördert wird. PDE5 ist ein Enzym im Körper, das den Botenstoff cGMP abbaut, der für die Entstehung einer Erektion verantwortlich ist. Gäbe es kein PDE5, würden Schwellungen und Erektionen viel zu lange anhalten, ist das PDE5 aber zu stark vorhanden, können Erektionen nur schwer oder gar nicht entstehen.

Das bekannteste Potenzmittel ist sicherlich Viagra. Seit seiner Markteinführung 1998 ist es das am meisten Verkauft und am besten erforschte Potenzmittel auf dem Markt. Nach der Einnahme braucht es mindestens eine halbe Stunde bis sich seine Wirkung entfalten kann, welche für bis zu vier Stunden anhält. Seit Ablauf des von der Firmer Pfizer gehaltenen Patents für Viagra dürfen auch andere Unternehmen Medikamente herstellen, die den Wirkstoff Sildenafil enthalten. Diese Medikamente findet man entweder unter dem Namen des Wirkstoffs oder unter der Bezeichnung „Viagra Generika“.

Levitra ist ein Potenzmittel, das mit Vardenafil einen ähnlichen Wirkstoff wie Viagra enthält. Auch die Wirkung lässt sich mit der von Viagra vergleichen, allerdings gilt Levitra als gute Alternative für Männer, die mit Viagra keine bzw. eine unzureichende Wirkung gespürt haben.

Cialis ist ebenfalls ein verwandtes Potenzmittel von Viagra und Levitra. Es wirkt aber anders als die beiden genannten Medikamente, da sich nach der Einnahme über einen Zeitraum von bis zu 36 Stunden immer wieder Erektionen bilden können, wenn eine sexuelle Stimulation vorliegt.

Spedra ist ein verhältnismäßig neues Mitglied der Potenzmittel, die einen PDE5-Hemmer enthalten. Die Wirkung von Spedra unterscheidet sich lediglich in der Geschwindigkeit, in der sich seine Wirkung entfaltet, von Viagra. Hier kann man schon nach nur einer halben Stunde eine Wirkung spüren.